A Flight to India – GOTS Konferenz und ein Fabrikbesuch

Ende Mai 2015 flog ich mit Jochen von The fashion rEvolution, zur 1. Internationalen GOTS-Konferenz nach Mumbai (Website). Meine erste Reise auf den indischen Subkontinent, kurz vor dem Monsun, bei drückenden Temperaturen, wie sie das Land schon lange nicht mehr erlebt hat.

Mein Bericht zur Konferenz soll einen Einblick geben, welche Themen dort diskutiert wurden, welche Bemühungen man unternimmt, den globalen Handel mit Organic Cotton zu organisieren und wie man die Qualitätsstandards gewährleisten will. Natürlich war es auch Bestandteil der Reise die Menschen hinter den eigenen Produkten kennen zu lernen, direkt vor Ort zu erleben wie unsere Taschen produziert werden und gemeinsam mit unserem Geschäftspartner Pläne für die Zukunft zu schmieden. Weiterlesen »

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Freitag 22.05.2015 – Conference

Nach siebeneinhalb Stunden Flug und einer kurzen Nacht startet um 9.00 Uhr die 1. International GOTS-Conference Mumbai. Tagungsort ist das Lalit-Hotel in der Nähe des Flughafens. Nach der Registrierung erwartet uns zunächst ein Frühstücksbuffet mit lockerem Smalltalk und einem ersten Kennenlernen. Der Großteil der anwesenden Delegierten stammt aus dem asiatischen Raum, die wenigen Europäer sind schnell ausgemacht und vor allem auf Organisationsseite zu finden. Weiterlesen »

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Samstag 23.5.2015 – Mumbai Streets

Nach dem anstrengenden gestrigen Konferenztag ist heute relaxen und etwas Sightseeing angesagt. Atul hat einen Wagen geschickt, der uns quer durch Mumbai fährt. Da ich das erste Mal überhaupt in Indien bin, sind die Eindrücke natürlich überwältigend und es ist kaum mehr nötig als das Geschehen aus dem Auto heraus aufzusaugen. Weiterlesen »

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Montag 25.5.2015 – Let’s visit the factory

Heute besuchen wir also die Fabrik, in der unsere Baumwolltaschen produziert werden. Gegen Halb Zehn steigen wir ins Auto und machen uns auf den Weg zu Atuls Betrieb. Wir verlassen Kolhapur auf einer belebten Straße Richtung Osten.

Hinter der Mautstadion – auf jeder größeren Straße ist hier eine Abgabe fällig – tauchen wir in eine von Zuckerrohrfeldern dominierte, grüne Landschaft ein. Am Fenster zieht das ländliche Indien an uns vorbei. Morgendliche Betriebsamkeit, Motorräder, TukTuks, LKWs und Busse. Kleine Verkaufsstände an denen es Gemüse oder Dinge des täglichen Lebens gibt. Eine Menschentrauben an den Bushaltestellen, Kinder in Schuluniform oder spielend am Straßenrand. Wir sehen bunte Saris neben abgetragener Kleidung in undefinierbarem Braun, neu errichtete Geschäftsgebäude neben Wellblech und Zeltplanen, meist überdacht von den schattenspendenden Bäume am Straßenrand. Weiterlesen »

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Mittwoch 27.5.2015 – Ein Fazit

Während sich unser Flugzeug durch die Nacht zurück nach Europa bewegt, kreisen meine Gedanken um die Erlebnisse der letzten Tage. Es gibt vieles zu verarbeiten, zu analysieren und einzuordnen.

Es ist klar, dass man in einem Land wie Indien, nicht unsere Maßstäbe zu Grunde legen darf. Man trifft auf Jahrhundertealte Traditionen und Strukturen, die nicht von heute auf morgen unserem westlichen Weltbild angepasst werden können. Wie weit müssen sie das überhaupt? Sicher gibt es auf dem Gebiet der Menschenrechte oder den Vorstellungen wie ein Arbeitsplatz aussehen sollte, Standards die nicht zur Diskussion stehen. Manches Mal kann man sich aber auch fragen ob eine Gesellschaft nicht gerade deshalb relativ reibungslos funktioniert, weil sie eben so ist, wie sie ist. Weiterlesen »

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Flax-Pen – Der Kugelschreiber aus Flachs

Flax-Pen mit Flachsfasern „Essen gehört auf den Tisch!“ – Ein Argument, das häufig im Zusammenhang mit Bio-Kunststoffen oder Bio-Sprit angeführt wird. Schließlich sorgt der großflächige Anbau von Energiepflanzen in manchen Regionen dieser Welt zu einer deutlichen Erhöhung der Nahrungsmittelpreise (siehe z.B. Mexiko, Mais) und verteuert, wie auch hierzulande, Agrarflächen in einem Maß, dass sich die Nutzung zur Lebensmittelproduktion oft nicht mehr rechnet. Eine Entwicklung, die trotz aller Vorteile von Bio-Kunststoffen, – Sprit und -Heizanlagen, mehr als bedenklich ist. Ein Grund, warum wir bei Green Promotion auch vorrangig nach Material-Alternativen suche, die nicht in den Lebensmittelkreislauf eingreifen.

Umso erfreuter war ich vor einigen Wochen, als mich ein Hersteller kontaktierte, der eine Serie neuartiger Kunststoffe entwickelte, die auf Recyclingmaterialien und – Gras basieren. Nein, nicht das zum Rauchen, sondern das von Odenwälder Wiesen, direkt aus der Nachbarschaft des Unternehmens. Weiterlesen »

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Bitte schicken Sie mir das Zertifikat

Immer wieder bittet man mich um die Zusendung des Zertifikats für ein bestimmtes Produkt. Würde ich gerne, aber so funktioniert das leider nicht.

In der Regel handelt es sich um so genannte Produktketten-Zertifizierungen. Dies bedeutet, dass alle Unternehmen in der Produktionskette nach den entsprechenden Richtlinien zertifiziert sind. Zertifiziert ist also nicht das Produkt, sondern sind die Unternehmen die an dessen Herstellung und Vertrieb beteiligt sind!

In jährlichen Audits wird bei diesen Firmen stichprobenweise kontrolliert, ob die als zertifizierte Ware verkauften Produkte, auch tatsächlich aus einer entsprechenden Quelle stammen. Etwas kompliziert? Dann einmal ein Beispiel: Weiterlesen »

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Ein neuer Blick in den Stadtgarten

Urban Gardening

Urban Gardening

Seit dem letzten Blogeintrag zu meinem kleinen Stadtgarten hat sich einiges getan. Es geht zwar langsam voran, da ich mir eine ziemlich schattige Ecke ausgesucht habe, aber es grünt und die ersten Blüten der Ringelblumen sind nun auch da. Die Sonnenblumen brauchen noch ein paar Tage, aber bei der aktuellen Wetterlage wird es wohl nicht mehr lange dauern.

Anfang Juli habe ich auch die Pflänzchen aus dem Büro befreit und ins Freie gesetzt. Es ist schon faszinierend zu sehen, wie sich die Sonnenblumen in „Gefangenschaft“ zu ihren Pedants im Freien entwickelt haben. Leider hat ein langes Wochenende mit zu wenig Wasser den Kräutern nicht so gut getan. Der Thymian hat es wohl überstanden, der Beifuß hat es leider nicht geschafft. Ja, auch Pflanzen sind lebende Organismen, die man nicht vernachlässigen sollte. Ich gelobe Besserung. Weiterlesen / Bildergalerie »

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Ich heiße jetzt Samenkugel – Abgründe des Markenrechts

(Ironisch, satirischer Gastbeitrag v. Fred Samenkugel) – Oder nennt mich einfach Saatbombe, Seed Bomb oder wie auch immer. So will es jetzt nämlich eine Berliner Werbeagentur, die sich den Begriff Samen… (ihr wisst schon) vor Kurzem markenrechtlich hat schützen lassen.

Woher ich das weiß? Nun, letzten Monat lief die Widerspruchsfrist für die Eintragung beim Deutschen Patentamt ab und seither trudeln bei zahlreichen Händler E-Mails über eine „Unzulässige Nutzung des Markennamens Samenbombe®“ ein. Die E-Mail enthält die Aufforderung, dieses Wort zukünftig nicht mehr zu verwenden und aus jeder Veröffentlichung, Webseite, Facebook, Google+ und Blogs, etc. zu entfernen. Natürlich haben sich einige Händler gleich bei mir, dem Fred Samenkugel, gemeldet und gefragt was das soll. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Was fällt denen eigentlich ein? Weiterlesen »

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Haben Sie auch Öko-Feuerzeuge?

Streichhölzer aus Recyclingkarton

Auf die Frage nach Öko-Feuerzeuge bleiben mir, nach dem Hinweis, dass es so etwas nicht gibt, in der Regel zwei Vorschläge. Zum einen: Wie wäre es mit nachfüllbaren Feuerzeugen? Diese halten lange und können mehrmals verwendet werden. Das ist auf jeden Fall nachhaltiger, als Einwegfeuerzeuge. Natürlich sind wir dann schnell bei Zippo oder etwas vergleichbarem, was in der Regel so gar nicht zu den Budget-Vorstellungen der Kunden passt.

Variante Zwei: „Wie wäre es denn mit Streichhölzern?“ Diese sind aus einem nachwachsenden Naturmaterial hergestellt und benötigen keine endlichen Ressourcen. Im argumentativen Blick stehen hier natürlich der Kunststoff der Feuerzeuge und je nach dem auch das Feuerzeugbenzin. Mit Zündhölzern sind wir da sicher deutlich nachhaltiger als mit jeder Art von Feuerzeug. Weiterlesen »

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