Bitte schicken Sie mir das Zertifikat

Immer wieder bittet man mich um die Zusendung des Zertifikats für ein bestimmtes Produkt. Würde ich gerne, aber so funktioniert das leider nicht.

In der Regel handelt es sich um so genannte Produktketten-Zertifizierungen. Dies bedeutet, dass alle Unternehmen in der Produktionskette nach den entsprechenden Richtlinien zertifiziert sind. Zertifiziert ist also nicht das Produkt, sondern sind die Unternehmen die an dessen Herstellung und Vertrieb beteiligt sind!

In jährlichen Audits wird bei diesen Firmen stichprobenweise kontrolliert, ob die als zertifizierte Ware verkauften Produkte, auch tatsächlich aus einer entsprechenden Quelle stammen. Etwas kompliziert? Dann einmal ein Beispiel: „Bitte schicken Sie mir das Zertifikat“ weiterlesen

Cotton CityBag – die etwas andere Stofftasche

Cotton CityBag - Fairtrade Stofftasche aus BiobaumwolleNach dem ich schon seit längerer Zeit keinen Beitrag in der Rubrik “Lieblingsstücke” gepostet habe, möchte ich heute wieder einmal etwas Eigenwerbung betreiben. Schließlich ist die CityBag-Tasche das erste eigene Produkt, das den Status der Idee hinter sich gelassen hat und Realität wurde.

Baumwolltaschen gehören ja allgemein zu meinen Lieblingsprodukten. Einzig das etwas angestaubte Apothekenimage stört mich ab und zu. Unpraktisch finde ich ich auch immer wieder die Tatsache, dass selbst Taschen mit langen Henkeln, nicht wirklich Umhängetaschen sind. Auf dem Weg zum Auto oder auch zu Fuß, in Ordnung. Aber auf Rollerblades (meinem City-Mobil), dem Skateboard und vor allem dem Fahrrad sind sie eher unpraktisch. Die normalen Stofftaschen ziehen den Schwerpunkt oft an die falsche Stelle, was dann gerne zu etwas schwierigen Situationen führen kann. „Cotton CityBag – die etwas andere Stofftasche“ weiterlesen

Verordnungen und mündige Verbraucher

Seit Kurzem ist Green Promotion ja Bio-zertifiziert. Zumindest zu Beginn muss nun jede Verpackung die das Bio-Siegel trägt, bei unsrem Kontrolleur der IMO, zur Freigabe eingereicht werden. Ist soweit auch in Ordnung, da ich ja schließlich auch möchte, dass alles korrekt ist. Die Freigabe war bei den ersten Projekten auch überhaupt kein Problem. An der Stelle, an der früher unser Lieferant als Inverkehrbringer stand, steht jetzt eben Green Promotion und gut.

Wenn da nicht das Bio-Studentenfutter für einen Kunden gewesen wäre, der neben dem Logo auch noch seine komplette Adresse auf der Verpackung abgedruckt haben wollte. „Verordnungen und mündige Verbraucher“ weiterlesen

Biofach 2012 – Wie nachhaltig wirbt die Biobranche?

Neben dem persönlichen Austausch, standen für mich dieses Jahr vor allem zwei Themen im Mittelpunkt des Messebesuchs: In wie weit werden in der Biobranche nachhaltige Aspekte in der Kommunikation berücksichtigt? Und wo ist der Platz des Marketings in der nachhaltigen Entwicklung?

Beim Gang über die Messe, erkennt man schnell, dass beim ersten Punkt noch viel Spielraum nach oben ist. Auf den Ersten Blick könnte man auch auf der Grünen Woche oder der Anuga sein. Traditioneller Standbau und konventionelle Werbemittel überwiegen noch in weiten Teilen. Kugelschreiber aus Biokunststoff sind mittlerweile immerhin Standard. „Biofach 2012 – Wie nachhaltig wirbt die Biobranche?“ weiterlesen

We make Stoffbeutel

Stoffbeutel von wemakethecake
Foto © wemakethecake

„Wir haben die gesamte Produktion jetzt auf Bio umgestellt.“ So etwas liest man natürlich gerne, zumal wenn die Mail von einem so sympathischen Label wie wemakethecake stammt.

Dass man eine langweilige Baumwolleinkaufstasche in ein modisches Accessoire verwandeln kann, haben Hanna und Inga, die Gründerinnen von wemakethecake, nicht nur mit ihrem mittlerweile schon legendären Entwurf „George, Gina und deine Mudder“ eindrucksvoll gezeigt. Mit ihren frechen und provokanten Sprüchen verwandeln sie ihre Stoffbeutel in ein Must Have, das einem tatsächlich immer öfters im Straßenbild begegnet.

Mit ihren Stoffbeuteln aus Biobaumwolle unterstützen wemakethecake, zudem den Gedanken des fairen Handels. Denn die Stofftaschen sind nicht nur Bio, sondern auch Fairtrade-zertifiziert. Dies sorgt für bessere Arbeitsbedingungen in der indischen Produktion, und dass dort die Kids in die Schule gehen und nicht an einer Nähmaschine sitzen.

Ich wünsche den beiden auf jeden Fall viel Erfolg für die biofaire Zukunft und hoffe, dass auch ihre Shirt-Kollektion ein Renner wird. Die „Rollator-Shirts“, die Sie unter dem Label „Demografix“ anbieten sind auf jeden Fall schon einmal klasse. Wenn ich mir auch nicht sicher bin, ob die drei RollatorfahrerInnen hier im Haus das wirklich witzig finden … Aber sind wir einmal ehrlich: p.c. zu sein, war ja schließlich noch nie wirklich spaßig 😉

Seed Bombs – Werbeartikel für die Stadtguerilla

Seed Bomb
Seed Bomb - © herder3, wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die Bewegung des Guerilla Gardening hat ihre Wurzeln im New York der 1970er Jahren, von wo aus sie sich seither über alle urbanen Metropolen der Welt verbreitet hat. Ursprünglich wurde das heimlich aussäen von Samen als Mittel des politischen Protests und zivilen Ungehorsams gesehen. Heute hat sich Guerilla Gardening daneben auch zu einer Art urbaner Landwirtschaft entwickelt.

Weltweit bekannt wurde Guerilla Gardening am 1. Mai 2000, als Globalisierungskritiker und Umweltaktivisten mit Schaufeln und Saatgut bewaffnet, eine Grünfläche am Londoner Parliament Square in Beschlag nahmen und bepflanzten. „Seed Bombs – Werbeartikel für die Stadtguerilla“ weiterlesen

Umweltfreundliches von MOZAÏQ eco design

Nicht immer werden unsere fair gehandelten Stofftaschen aus Biobaumwolle für so etwas Profanes wie Werbung eingesetzt. Vor allem Kreative und kleinere Labels fragen oft nach unseren Taschen, um diese in kleineren Editionen zu bedrucken.

So auch vor kurzem Janina vom Düsseldorfer Designstudio MOZAÏQ eco design. Das junge Unternehmen stellt umweltfreundliche und ethisch korrekte Papeterie-Artikel und Accessoires her und vertreibt diese über Onlineshops bei Etsy, Dawanda und dem Avocado Store. „Umweltfreundliches von MOZAÏQ eco design“ weiterlesen

Guten Appetit – Essbare Blumen zum Festival

Karte mit Speisechrysanthemen
Klappkärtchen mit Bio-Speisechrysanthemen

Speisechrysan…wie bitte? „Ja, Speisechrysanthemen“, wiederholt mein Gegenüber am Telefon. „Die passen gut zu unserem jährlichen Chrysanthemenfestival.“ In verschiedenen Zeitschriften und Kochbüchern habe ich das ja schon gesehen: bunte Salate mit bunten Blüten. Die man essen kann. Erst neulich hat mir sogar jemand ein Blumengericht in den Stream auf Facebook gelegt. Wollen wir also einmal schauen, was sich da machen lässt.

Zu diesem Zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, wie tricky es sein kann, Samen der Chrysanthemum coronarium in einen passenden Werbeartikel zu verpacken. Und das auch noch in Bio-Qualität.

Ein Anruf beim Lieferanten meines Vertrauens ernüchterte mich zunächst einmal. „Speisechrysan… wie bitte?“ Man kennt sie dann aber doch, nur das Saatgut zu besorgen sei nicht so einfach. Was sich dann leider auch bewahrheitet: konventionelle Ware ja, Bio-Ware nicht in der benötigten Menge. „Guten Appetit – Essbare Blumen zum Festival“ weiterlesen

Lieblinge: Bio-Baumwolltaschen aus fairem Handel

Immer wieder werde ich nach meinen Lieblingsprodukten gefragt. Die Wahl fällt mir schwer, schließlich habe ich ja alle Artikel selbst ausgesucht und von daher gefallen sie mir natürlich auch alle irgendwie. Aber zu meinen Lieblingen zählen mit Sicherheit unsere Fairtrade Stofftaschen aus Biobaumwolle. Und dies jetzt nicht nur, weil bei Baumwolltaschen auch einmal etwas größere Stückzahlen gehen ;-). Nein, denn dies sind Artikel, die nicht nur in einer Hinsicht nachhaltig sind, sondern gleich mehrere Kriterien erfüllen. Zudem habe ich das Gefühl, dass der Handel mit diesen Produkten tatsächlich dazu beiträgt, dass unsere Welt etwas lebenswerter wird. Und zwar recht unmittelbar. „Lieblinge: Bio-Baumwolltaschen aus fairem Handel“ weiterlesen

Veranwortliche Kommunikation umsetzten

… bedeutet zunächst, sich Gedanken über die möglichen Ansatzpunkte zu machen und Handlungsprämissen zu erarbeiten. Nachhaltigkeit in der Werbung hat wie überall, viele Facetten, die es auszuloten und zu gewichten gilt.

Natürlich steht an erster Stelle die Wahl der eingesetzten Kommunikationsmittel. Welche Papiere verwende ich für Drucksachen, welche Werbeartikel setzte ich ein oder wo kann ich zukunftsorientierte Initiativen unterstützen? Daneben stehen aber auch so grundsätzliche Fragen wie nach der Ausrichtung einer Kampagne oder der Definition der Zielgruppe. So geht z.B. eine breite Streuung auf Grund des begrenzten Etats, oft mit dem Einsatz von wenig nachhaltigen Werbemitteln einher. Wäre es in diesem Fall nicht eventuell sinnvoller, eine kleinere, hochwertigere Zielgruppe mit „korrekten“ Werbemitteln anzusprechen? Oder: Ist es verantwortbar, jeden Auftrag anzunehmen? Kann ich mir selbst noch gegenüber treten, wenn ich Werbung für etwas mache, das ich prinzipiell ablehne? Ok, solche Gedanken muss man sich natürlich auch leisten können.

Aber gut, wie definiert man nun Nachhaltige Werbemittel allgemeingültig? Schließlich definiert ja jeder seinen Begriff von Nachhaltigkeit etwas anders – was letztendlich auch kein Wunder ist, da nachhaltiges Handeln unzählige Bereiche beinhaltet und nicht alle, immer im Focus des Handelnden stehen. „Veranwortliche Kommunikation umsetzten“ weiterlesen